Ausstattung und Größe des Terrariums

Die Tiere benötigen ein wasserdichtes Terrarium (Aquaterrarium) welches so groß wie möglich sein sollte, da die Tiere sehr bewegungsfreudig sind. Unter 1 Meter kann man keine ausgewachsenen Cuoras halten.

Wasserbecken
Das Terrarium muss eine geräumige Bademöglichkeit anbieten, die aber nur so hoch sein darf, dass die Tiere ihren Kopf bequem über die Wasseroberfläche bekommen. In tiefem Wasser schwimmen können sie nämlich nicht. Eine Ausstiegsmöglichkeit für problemloses wieder an Land kommen darf ebenfalls nicht fehlen. Sie scheuen tiefes Wasser, in dem sie den Boden unter den Füßen verlieren. In ihrem natürlichen Lebensraum in Südchina, Taiwan und Japan leben sie in sumpfigen Gebieten mit flachen Wasserlachen. Füllt man das Wasserbecken frisch auf, wird sofort ausgiebig getrunken, gebadet und es wieder mit Erde verdreckt :-)


Aquaterrarium mit Nebel durchzogen

Für 30 Minuten am Tag sorgt ein Ultraschallvernebler durch mikrofeine Wasserzerstäubung für Nebel im Terrarium. Das Higlight des Tages für die Tiere.

Im Freilandterrarium bei echtem Sonnenschein blühen die Schildkröten besonders auf. Die Sonnenplätze sind sehr begehrt, auch wenn die Tiere im Freiland relativ schreckhaft sind.

Cuora flavomarginata im Freilandterrarium

Das Freigehege für Cuora flavomarginata muss absolut ausbruchsicher sein! Daher habe ich mich hier für ein rundum (auch oben) vergittertes Gehege entschieden.

Die Ecken müssen aber so gesichert werden, dass diese nicht hochgeklettert werden können, sonst stürzen sie aus viel zu großer Höhe herab.

Im Freigehege beim Klettern

Natürlich sind auch im Freigehege Versteck- und Klettermöglichkeiten sowie ein Badebecken notwendig. Ein Strauch sorgt für ein zusätzliches Sicherheitsgefühl.


Cuora - Terrarium

Auch fleischfressende Kannenpflanzen mögen dass tropische Klima in dem Sumpfschildkröten-Terrarium.

 
 
Substrat
Als Bodensubstrat eignet sich am besten Walderde oder Gartenerde, die nicht gedüngt sein darf. Rindenhumus ist auch in Ordnung. Ich befeuchte die Erde über einen Ulltraschallvernebler. Näheres dazu unter "Technik".

Verstecke
Korkröhren werden zum einen als Unterschlupf genutzt, zum anderen dienen sie als sehr gern genutzte Klettermöglichkeit. Geklettert wird grundsätzlich auf alles was möglich ist.

Auch Moorkienholzwurzeln werden gerne als Versteck- und Klettermöglichkeit angenommen. Sphagnum Moos halte ich ebenfalls schon fast für notwendig, da sich die Tiere darin sehr gerne eingraben. Wenn es immer feucht gehalten wird, sind diese Plätze besonders beliebt (wie man hier auf dem zweiten Bild sehen kann).