Inkubation und Aufzucht

Jetzt noch ein paar Worte zur Zucht, d.h. Inkubation von Eiern und Aufzucht der Jungtiere von Cuora flavomarginta.

Das ganze Jahr über sind Balzaktivitäten festzustellen. Dabei nähert sich das Männchen mit nickenden Bewegungen dem Weibchen und versucht es in Kopf und Vorderbeine zu beißen. Wenn das Weibchen sich ruhig verhält, besteigt er es und versucht sich mit ihr zu paaren. Wenn sie vor seinen Beißattacken flüchtet, wird er immer rabiater und fängt oft an aus der Nase zu schäumen und immer wieder zu "zischen". Er beißt in den Vorderteil des Panzers und rüttelt ihn hin und her. Dabei wurde auch schon ein Stück des Panzers meines Weibchens beschädigt.

Eiablage

Ist ein geeigneter Eiablageplatz gefunden, werden 1-3 ovale Eier abgelegt und die Eigrube sorgfältig wieder verschlossen. Es muss sichergestellt sein, dass ein ausreichend tiefer Untergrund vorhanden ist, aonsonsten droht Legenot.

Schildkröteneier

Die Schildkröteneier werden in der Terrariumerde in einem Inkubator gezeitigt. Auf dem Bild wurden sie frisch der Eigrube entnommen, daher liegen sie noch auf Spaghnum Moos.

Schlüpfling

Die Schlüpflinge benötigen alles was auch die adulten Tiere haben. Wasserbecken, fleischliche Nahrung, UV-Beleuchtung. Sie verhalten sich auch schon sehr ähnlich, wenn sie auch noch etwas versteckter leben.

Regenwurm - lecker!

Die ersten Tage fressen die Schlüpflinge noch nicht unbedingt etwas. Es muss aber täglich schon Futter angeboten werdeb. Es muss aber fleischlich sein. Ein Regenwurm ist besonders geeignet.

 
Eiablage
Pro Jahr legt ein Weibchen etwa 1-3 hartschalige, ovale Eier ab, die in aller Regel sehr gut versteckt werden. Wie man es von Schildkröteneiern gewohnt ist, bildet sich in den ersten Tagen ein weißes Band auf dem Ei, welches auf eine Befruchtung hindeutet. Gebettet in einem lockeren Gemisch aus Erde und Sand werden die Eier bei 28 °C Grad gezeitigt.

Inkubationssubstrat
Ich verwende zu Inkubation lockere Erde aus dem Terrarium. Das Substrat darf nur ganz leicht feucht gehalten werden, so dass es nicht austrocknet. Ansonsten erstickt der Embryo im Ei.

Nachzuchten
Die Jungtiere ernähren sich die ersten 10 – 12 Monate ausschließlich carnivor, das heißt fleischlich. Das erste Fressen anregen kann man besonders gut mit einem zappelndem Regenwurm (siehe Bild 4). Aber auch kleine Heimchen und nestjunge Babymäuse werden problemlos gefressen. Es sind schon richtig kleine Raubtiere…ganz wie die großen :-)